Im Iran sind allein im Juli mindestens 101 Personen hingerichtet wurden !!

Allein am 10. August wurden 13 Häftlinge exekutiert, darunter ein Jugendlich .

Während Rohanis erster Amtszeit als Präsident wurden mehr als 3100 Häftlinge hingerichtet.
Rouhani spielt in der Repression eine erhebliche Rolle. Der Justizminister seiner ersten Amtszeit war einer der für das Massaker des Jahres 1988 an 30 000 politischen Gefangenen verantwortlichen Funktionäre. Er bezeichnet diese

Hinrichtungen als Ausführung „des Gesetzes Gottes oder des von der Majlis gebilligten Gesetzes“. Im Jahre 1980 forderte er öffentlich im Parlament, die Gegner des Regimes sollten während des Freitagsgebetes hingerichtet werden.    Unter den Hinrichtungsopfern waren auch Frauen. Unter dem Regime-Präsidenten Rohani wurden bereits 80 Frauen hingerichtet. Wer sich im Iran für den Stopp der Hinrichtungen und die Abschaffung der Todesstrafe einsetzt, wird verfolgt und zu langen Haftstrafen verurteilt.

Weltweit schlagen Menschenrechtsorganisationen und Exiliraner Alarm, denn die Zahl der Hinrichtungen im Iran hat in den vergangenen Wochen dramatisch zugenommen. Allein im Monat Juli sind laut Menschenrechtsbeobachtern mehr als 100 zu Tode Verurteilte in verschiedenen iranischen Gefängnissen hingerichtet worden. Die Dunkelziffer der in Geheimen vollstreckten Hinrichtungen dürfte noch weitaus höher sein.

Allein am 25. und 26. Juli wurden 10 Häftlinge exekutiert, darunter zwei Frauen, die in der nordiranischen Stadt Babol bzw. in der nordwestiranischen Stadt Urmia hingerichtet wurden. Unter dem Regime-Präsidenten Hassan Rohani wurden damit bereits 80 Frauen hingerichtet.

Nach Aussagen von UN-Experten kommt die Hinrichtungspraxis im Iran willkürlichen und damit gesetzwidrigen Tötungen gleich. Oft basieren Schuldsprüche und Todesurteile auf „Geständnissen“, die durch Folter oder Misshandlung erpresst werden. Menschenrechtler appellieren an die Weltgemeinschaft, sich mit Nachdruck für den Stopp der Hinrichtungen im Iran einzusetzen.

Amnesty International einen 94 Seiten umfassenden Bericht mit dem Titel „Gefangen im Netz der Repression: Die Menschenrechtsanwälte des Iran werden angegriffen“ veröffentlicht. Es handelt sich um 45 besondere Beispiele dessen, was die Organisation als „bösartige Unterdrückung“ bezeichnet, welche zusammengeht mit der angeblich moderaten Präsidentschaft von Hassan Rohani, der in dieser Woche seine zweite Amtsperiode antreten soll.

Wer sich im Iran für den Stopp der Hinrichtungen und die Abschaffung der Todesstrafe einsetzt, wird verfolgt und zu langen Haftstrafen verurteilt. Im Amnesty-Bericht heißt es dazu:

Aktivisten, die sich in Irans wachsender Bewegung gegen die Todesstrafe engagieren, werden von den Behörden oft der „Bedrohung der nationalen Sicherheit“ oder „Widersetzung gegen den Islam“ beschuldigt.

Narges Mohammadi, die Vorsitzende des Zentrums für Menschenrechtsverteidiger, wurde im Mai 2016 zu 16 Jahren Haft verurteilt, davon 10 Jahre wegen „Bildung einer Gruppe … mit dem Ziel, die nationale Sicherheit zu stören“. Dies bezog sich auf ihr Engagement für die Kampagne für eine schrittweise Abschaffung der Todesstrafe . Diese Kampagne wurde 2013 von prominenten Menschenrechtsverteidigern ins Leben gerufen.

Weitere betroffene Anti-Todesstrafen-Aktivisten sind Atena Daemi und Omid Alishenas, die aufgrund ihrer friedlichen Opposition gegen die Todesstrafe jeweils siebenjährige Haftstrafen wegen „Gefährdung der nationalen Sicherheit“ verbüßen. Dies bezog sich auf die Kritik an den staatlichen Hinrichtungszahlen, die Verteilung von Informationen gegen die Todesstrafe und die Teilnahme an Versammlungen vor Gefängnissen in Solidarität mit Familien von Insassen im Todestrakt.

Auch Künstler, die das Thema Todesstrafe behandelten, wurden kriminalisiert. Ein Beispiel ist die Schriftstellerin Golrokh Ebrahmi Iraee, die eine sechsjährige Haftstrafe wegen des Vorwurfs der „Beleidigung islamischer Heiligkeiten“ verbüßt, weil sie eine unveröffentlichte Geschichte über die grausame Praxis der Steinigung schrieb.

Es ist überall zu sehen: Die iranischen Behörden haben wiederholt die Maßstäbe vermindert, gemäß denen sie Engagierte und Dissidenten wegen Verstößen gegen die nationale Sicherheit anklagen und verurteilen; zugleich haben sie das Maß der eben gegen diese Personen verhängten Strafen vergrößert. Die Unverhältnismäßigkeit dieser Strafen wurde durch Enthüllungen ins Licht gerückt, die im Zusammenhang mit dem Bericht von Amnesty International auftauchten und den berüchtigten Missbrauch der Todesstrafe betreffen, dessen die Islamische Republik sich schuldig macht.

Schon lange gehört die Hinrichtungsrate des Iran zu den größten der Welt; die Gewalttätigkeit und Repression zeigte sich in den letzten Jahren an einem Maß von Erhängungen, bei denen es zu periodischen Steigerungen kam – bis hin dazu, dass während eines einzigen Monates Dutzende Menschen getötet werden. Solch eine Steigerung ereignete sich im vorigen Monat: Es wurden mindestens 101 Todesurteile vollstreckt, nicht zu reden von den Hinrichtungen, die heimlich mögen ausgeführt worden sein. Im Iran werden politische Gefangene ziemlich häufig zum Tode verurteilt, in der Regel aufgrund von vagen religiösen Tatbeständen wie „Feindschaft gegen Gott“ und „Beleidigung der Heiligtümer“.