Internationale Journalisten-Föderation protestiert gegen grausame Strafen

08. Februar 2017

Das islamistische Regime im Iran hält weiter an Prügelstrafen und anderen grausamen Körperstrafen fest, obwohl diese der Folter gleichkommen und unter internationalem Recht verboten sind.

Die Internationale Journalisten-Föderation (IFJ), der größte internationale Dachverband nationaler Journalistenverbände, hat gegen die Verurteilung iranischer Journalisten zu Prügelstrafen protestiert und die Verantwortlichen im Iran aufgefordert, die Urteile aufzuheben. Philippe Leruth, der Vorsitzende der IFJ, bezeichnete diese Strafen als grausam und unmenschlich und als schwerste Verletzung der Menschenrechte der betroffenen Journalisten.

Anfang Januar wurde in der zentraliranischen Provinz Isfahan ein Journalist mit 40 Peitschenhieben auf den Rücken bestraft, weil er ungenau über die Zahl der beschlagnahmten Motorräder in seiner Stadt berichtet hatte. Kürzlich wurden in der nordiranischen Stadt Rasht die beiden Journalisten Mustafa Barari and Arash Shoaa wegen angeblicher „ungenauer Berichterstattung“ zu 114 und 40 Peitschenhieben verurteilt.


Öffentliche Auspeitschung im Iran: Das islamistische Regime hält weiter an Prügelstrafen und anderen grausamen Körperstrafen fest.

Die Vereinten Nationen haben mehrfach erklärt, dass die Auspeitschung der Folter gleichkommt. Bereits in der Vergangenheit haben sich der UN-Ausschuss gegen Folter sowie der zuständige UN-Sonderberichterstatter zutiefst besorgt angesichts dieser Form der Bestrafung geäußert, besonders mit Blick auf die Anwendung bei Frauen. Die iranischen Behörden wurden aufgefordert, diese grausame und erniedrigende Bestrafung abzuschaffen, die unter internationalem Recht und durch das Übereinkommen gegen Folter verboten ist.