Verfolgung von Christen und anderen Minderheiten im Iran stoppen!!

Anlässlich einer Iran-Großveranstaltung, die sich am ersten Juli-Wochenende in Paris mit den Menschenrechtsverletzungen im Iran befasste, haben mehr als 90 Bischöfe und Pastoren aus Großbritannien und den Vereinigten Staaten die internationale Gemeinschaft aufgerufen, sich für das Ende der Christenverfolgung im Iran einzusetzen. Zu den Initiatoren dieses Aufrufs gehört Rowan Williams, der bis 2013 der Erzbischof von Canterbury und damit das geistliche Oberhaupt der Kirche von England war.

Rowan Williams, ehem. Erzbischof und geistliches Oberhaupt der Kirche von England, und über 90 weitere Kirchenführer rufen die westlichen Regierungen auf, sich wirksam für den Schutz der Christen und anderer religiöser Minderheiten im Iran einzusetzen.

Das Teheraner Regime gehört nach wie vor zu den schlimmsten Christenverfolgern der Welt. Von der Verfolgung sind besonders iranische Christen mit muslimischer Vergangenheit betroffen, die fortwährend willkürlicher Verhaftung, Schikanierung und Gefangennahme ausgesetzt sind. Wegen ihrer aktiven Mitarbeit in ihrer Gemeinde werden Christen mit der pauschalen Beschuldigung „Gefährdung der Staatssicherheit“ verhaftet, angeklagt und zu langen Haftstrafen verurteilt.

In ihrem Aufruf appellieren Rowan Williams und die anderen Kirchenführer an die westlichen Regierungen, sich wirksam für den Schutz der Christen und anderer religiöser Minderheiten im Iran einzusetzen. Jede Ausweitung der Beziehungen mit dem Teheraner Regime müsse vom Ende der Menschenrechtsverletzungen, der Hinrichtungen und der Verfolgung der Minderheiten im Iran abhängig gemacht werden.

Die Kirchenführer weisen in ihrer gemeinsamen Erklärung darauf hin, dass die Unterdrückung der religiösen Minderheiten im Iran sich in den letzten Jahren, auch unter dem Regime-Präsidenten Rohani, verschlimmert hat. Zahlreiche iranische Pastoren seien allen wegen ihres Glaubens in Gefangenschaft. Die Anzahl der inhaftierten Angehörigen von religiösen Minderheiten habe stetig zugenommen.

Auch der UN-Generalsekretär António Guterres habe im März 2017 darauf aufmerksam gemacht, dass die religiösen Minderheiten im Iran schweren Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt seien. Sie würden diskriminiert und verfolgt, inhaftiert und bestraft, ihres Rechts auf Bildung und auf eine Existenzgrundlage beraubt. Gebetshäuser und Friedhöfe von Minderheiten würden geschlossen oder zerstört.